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In Maßen gesund: Kaffee
Handgebrüht, nach türkischer Art, aus dem Kaffeeautomaten oder lieber vom Italiener? Am Kaffee scheiden sich die Geister. Und nicht nur über die Sorte wird gestritten: Ist die dunkle Brühe nun gesund oder nicht?
Von der Bohne zum Pulver
Kaffee ist nicht gleich Kaffee. Viele Faktoren beeinflussen den Geschmack: Von der Pflanze bis zum Klima, von den Röstungen bis zu den Lagerbedingungen, vom Alter bis zum Kaffeeautomaten wirkt sich alles auf den Geschmack aus. Während die afrikanischen Kaffeesorten häufig ein leicht säuerliches Aroma aufweisen, sind die südamerikanischen Sorten in der Regel nussig bis schokoladig im Geschmack. Wie mild der Kaffee ausfällt, hängt in erster Linie von der Röstung ab. Je härter die Kaffeebohnen vor dem Mahlen geröstet werden, desto mehr Reizstoffe enthält das Getränk am Ende. Eine sanfte Röstung garantiert mildes, aber volles Aroma. Wenn der Kaffee in Bohnenform gut geschützt und nur kurze Zeit gelagert wird, bleibt das Aroma erhalten, während es sich bei längerer Lagerung, vor allem in gemahlener Form, abschwächt. Der Rest hängt vom Kaffeeautomaten ab: Wassertemperatur und Ziehzeit beim Aufbrühen sind ausschlaggebend.
Herzkasper, Dehydrierung, Bluthochdruck, Schwindel, Schlafstörungen?
Für all das wird Kaffee beziehungsweise das darin enthaltene Koffein verantwortlich gemacht. Im Grunde genommen zu Unrecht, denn Kaffee ist in Maßen genossen tatsächlich gesund. Er kann niedrigem Blutdruck entgegenwirken, kurzfristig die Konzentration steigern, wach machen und ausgleichend auf die Laune wirken. Allerdings gilt hier wie bei so vielen kleinen Helferlein der Satz des Paracelsus: Die Dosis macht das Gift. Während zwei bis drei Tassen Kaffee am Tag durchaus positive Wirkung erzielen können, macht ausgiebiger Dauerkonsum keinen Sinn. Denn wenn Sie jahrelang viel starken Kaffee trinken, leiden Sie im Alter vermutlich an Magenschmerzen, Flüssigkeitsmangel und Bluthochdruck. Dazu kommt die Art des Aufbrühens: Die meisten Kaffeeautomaten brühen den Kaffee mit sehr heißem Wasser und unter Druck auf. Das ist gut, denn die schädlichen Röststoffe lösen sich erst mit längerer Ziehzeit. Etwas Kaffee schadet nicht, sondern ist der Gesundheit sogar zuträglich. Wenn die Qualität des Kaffees stimmt, die Bohnen mild geröstet und fachgerecht gelagert wurden, dann wirkt der Kaffee anregend auf Herz und Kreislauf – Magen und Wasserhaushalt werden nicht beschädigt, und ein Genuss ist der Kaffee obendrein. Ein guter Kaffeeautomat, der schnell und bei hohen Temperaturen aufbrüht, ist also eine sinnvolle Investition, wenn Sie ihre morgendliche Tasse Kaffee nicht mit dem Handfilter aufbrühen.
Bild : Svenja98 – Fotolia
Verjüngende und lebensverlängernde Medikamente – ein Überblick
In allen Ländern und Kulturen beschäftigen sich die Menschen mit verjüngenden und lebensverlängernden Medikamenten. Dem Wunsch ein hohes Alter bei bester Gesundheit zu erreichen ist man mit verbesserten hygienischen und gesellschaftlichen Bedingungen einen Schritt näher gekommen. Die Lebenserwartung steigt. Nach dem Arbeitsleben steht den Menschen heute ein vielfältiges Angebot von Freizeitaktivitäten zur Verfügung.
Was machen agile und vitale Menschen anders ?
Sie leben bewusster, achten auf die Signale ihres Körpers und stellen ihm alle diagnostischen Vorsorgen zur Verfügung die er benötigt. Dabei gibt es eine breite Palette von Möglichkeiten verjüngende und lebensverlängernde Medikamente einzusetzen. Durchaus lebensverlängernd ist ein lückenloser Impfschutz. Neben den Impfstoffen gegen Polio, Diphterie und Tetanus gilt es zu bedenken, dass das Immunsystem im Alter schwächer wird. Eine verschleppte Erkältung oder eine Grippewelle sind nicht immer als harmlos einzustufen. Eine Lungenentzündung oder eine irreversible Herzmuskelentzündung können die Folge sein. Vorbeugend werden Thrombozytenaggregationshemmer wie Aspirin oder ASS 100 (Acetylsalicylsäure) eingesetzt um Gefäßverengungen und somit der Gefahr des Herzinfarktes entgegenzuwirken. Diagnostiziert der Arzt einen Bluthochdruck wird er ACE Hemmer, sowie Sartane verordnen um den Blutdruck zu senken. Alles Erkrankungen die uns am langen Leben und Erleben hindern. Wichtig ist, diese Präparate gewissenhaft , nach Anweisung des Arztes einzunehmen und regelmäßige Kontrollen wahrzunehmen.
Gefahr erkannt, Gefahr gebannt ?
Um aktiv und fit zu bleiben müssen auch unsere Knochen mitspielen. Die Knochendichte nimmt mit steigendem Lebensalter ab. Besonders bei Frauen besteht die Gefahr einer Osteoporose. Die Knochen werden anfällig und ein kleiner Sturz birgt die Gefahr eines Hüftbruchs. Neben der Vitamin D Substitution greift man auf eine Kalzium Hormontherapie zurück. Ab dem 45. Lebensjahr sollte regelmäßig die Knochendichte gemessen werden. Das Leben in unserer Überflussgesellschaft verführt zu wenig Bewegung, gepaart mit süßer und fettiger Nahrung. Zu fettige Nahrung gefährdet die Bauchspeicheldrüse und Gefäße. Dieses wiederum begünstigt die Bildung von Arteriosklerose, oder die Wahrscheinlichkeit einen Schlaganfall zu erleiden. Regelmäßige ärztliche Kontrollen zeigen die Notwendigkeit auf, lipidsenkende Statine zu setzen. Es werden weniger körpereigene Cholesterine gebildet, somit werden die Gefäße wieder durchgängig.
Wehren mit der Abwehr ?
Wahre Anti Aging Wunder sind verjüngende Medikamente wie Melatonine. Ein Hormon der Zirbeldrüse, welches in der Leber umgewandelt und über die Niere ausgeschieden wird. Sie stimulieren das Hormonsystem und sind wirksamer als das Vitamin E. Die Haut strafft sich, das Infekt- und Krebsrisiko wird minimiert. Mit der Stärkung des Immunsystems, befasst sich die Orthomolekular Medizin. Hier wird auf die molekularbiologischen Hintergründe des Immunsystems eingegangen. Sie regeln den Säure-Basen Haushalt und nehmen Einfluss auf die Vitalstoffversorgung.
Nahrungsergänzungsmittel und Vitamine
Hochwertige Nahrungsergänzungen fallen unter den Bereich der Lebensverlängerung und Verjüngung. Aminosäuren mit ihren sekundären Pflanzenstoffen wie Phenolen, Flavonoiden und Carotinoiden bewirken eine Zelloptimierung. Weiterhin wird intensiv auf dem Gebiet der Sorotonin Hemmer geforscht. Hier werden Neurotransmitter des Nervensystems beeinflusst. Stimmungswahrnehmungen, Nahrungswunsch und Lebensverlängerung sollen hier einhergehen. Bewusste Ernährung und viel Bewegung, gepaart mit den Möglichkeiten lebensverlängernder und verjüngender Medikamente können die Vision eines jungen und langen Lebens erfüllen.
Foto: Benicce – Fotolia.de
Wie wirkungsvoll sind Nahrungsergänzungsmittel?
Magnesium, Calcium, Vitamin C – all diese Stoffe sind Beispiele für Nahrungsergänzungsmittel, wie sie in jedem Supermarkt zu finden sind. Das Angebotsspektrum ist unübersichtlich groß. Doch was steckt genau hinter diesen Produkten? Wunderpille oder Gesundheitsgefahr? Und wann sollte das täglich Brot tatsächlich ergänzt werden?
Achten Sie auf die Lebensmittelvielfalt
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat ein Regelwerk für eine vollwertige und ausgewogene Ernährung verfasst. Dabei hat sie sich auf aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse gestützt. Um sich vollwertig zu ernähren, sollte die Lebensmittelvielfalt genutzt und eine nährstoffreiche aber energiearme Abwechslung auf den Tisch gebracht werden. Getreideprodukte aus dem vollen Korn und Kartoffeln sollten häufig auf dem Speisezettel stehen. Der Verzehr von Fleisch sollte auf rund ein halbes Kilogramm pro Woche beschränkt werden. Eier gehören in Maßen und Fisch ein- bis zweimal pro Woche auf den Tisch. Milchprodukte sollten täglich verzehrt und die Menge fettreicher Speisen deutlich reduziert werden. Der Koch sollte pflanzliche Öle und Fette vorzuziehen, wenig Salz und Zucker verwenden und die Speisen mit möglichst niedrigen Temperaturen zubereiten.
Nehmen Sie sich Zeit
Zu einer vollwertigen Ernährung gehören allerdings nicht nur die Zutaten sondern auch das Drumherum. So empfiehlt die DGE, sich Zeit fürs Essen zu nehmen, dabei reichlich zu trinken, es ansehnlich herzurichten, Spaß beim Genuss der Vielfalt und der Gesellschaft zu haben – aber auch sich körperlich zu bewegen. Eine Stunde täglich reicht dabei schon aus. Und was ist mit Obst und Gemüse? Die DGE sagt, “5 am Tag”. Soll heißen, fünf Portionen am Tag ist “das Beste, was Sie für Ihre Gesundheit tun können.” Wer nach den Regeln der DGE lebt und kocht, ernährt sich also gesund, vollwertig und ausgeglichen. Schaut man sich die Inhaltsstoffe der empfohlenen Zutaten genauer an, sieht man, dass dies zum großen Teil Stoffe sind, die als Nahrungsergänzungsmittel angeboten werden. Stellt sich die Frage, warum das Angebot an ergänzenden Tabletten und Kapseln so groß ist – reichen die Mineralien, Vitamine und Spurenelemente in den Lebensmitteln etwa nicht aus?
Nur selten ist eine Einnahme wirklich notwendig
Die Bundesanstalt für Risikobewertung (BfR) sagt, “doch” – für diejenigen, die sich ausgewogen ernähren, sind Nahrungsergänzungsmittel in der Regel schlichtweg überflüssig. Auch können diese Produkte eine ungenügende Ernährung nicht ausgleichen. Wer sein schlechtes Gewissen mit ergänzenden Vitaminpillen kompensieren möchte, kann viel Geld sparen. Nahrungsergänzungsmittel bieten nicht annähernd die Nährstoffvielfalt, wie sie beispielsweise eine Kartoffel bietet. Auch dem täglichen ritualisierten Speisen mit großer Freude und Gesellschaft wird man damit keinesfalls gerecht. Es gibt wenige Ausnahmen, in denen die Einnahme von bestimmten Nahrungsergänzungen sinnvoll ist. Beispielsweise wird Schwangeren häufig die Einnahme von Folsäure empfohlen. Die zusätzliche Zufuhr des Vitamins verhindert in diesem Fall häufig schwere Schäden am Kind. Eine andere sinnvolle Nahrungsergänzung ist laut DGE das mit Jod und Flourid versetzte Speisesalz.
Nahrungsergänzungsmittel sind nicht immer ungefährlich
Nahrungsergänzungsmittel in Eigenregie einzunehmen, kann zudem nicht ganz ungefährlich sein. Auch wenn diese Produkte offiziell Lebensmittel und keine Arzneimittel sind, können Mineralstoffe und Vitamine in zu hohen Dosen nachteilige gesundheitliche Wirkung haben, so die BfR. Aus diesem Grunde werden für diese Stoffe voraussichtlich Höchstmengenregelungen in der Europäischen Union zukünftig eingeführt. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass eine ausgewogene Ernährung nach den Regeln der DGE ausreichend ist und es nur wenige vernünftige Gründe für einen sinnvollen Einsatz von Nahrungsergänzungsmittel gibt. Im Zweifel sollte auf eine Einnahme eher verzichtet oder ein Arzt um Rat gefragt werden.
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